Ernährung Aminosäuren Aminosäuren, sind eine Klasse organischer Verbindungen mit mindestens einer Carboxygruppe (–COOH) und einer Aminogruppe (–NH2). Die strukturelle Anordnung der Aminogruppe zur Carboxygruppe teilt die Klasse der Aminosäuren in Gruppen auf. Die wichtigsten Aminosäuren haben eine endständige Carboxygruppe und in direkter Nachbarschaft die Aminogruppe. Dies nennt man vicinal- oder α-ständig; diese Aminosäuren gehören zu den so genannten α-Aminosäuren. Der Begriff Aminosäuren wird häufig vereinfachend als Synonym für die proteinogenen Aminosäuren verwendet. Diese α-Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Bisher sind 22 proteinogene Aminosäuren bekannt, das Spektrum der Klasse der Aminosäuren geht aber weit über diese hinaus1 . Im Fitness- und Kraftsport spielen allerdings nur die proteinogenen Aminosäuren eine wichtige Rolle. Muskulatur ist in seiner Mikrostruktur hauptsächlich aus 2 Proteinen aufgebaut, eine Versorgung mit ausreichend Aminosäuren stellt also einen großen Vorteil für die Muskulatur dar, da sie die Bausteine bei der Proteinbiosynthese zu Herstellung von Protein darstellen. Essentielle Aminosäuren Essentielle Aminosäuren sind tierische Peptidbausteine, die der Organismus nicht synthetisieren kann. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und haben wichtige biologische Funktionen. Essentielle Aminosäuren: Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Theonin und Lysin. Semi-essentielle Aminosäuren: Arginin, Cystein, Histidin, Tyrosin Die weiteren Aminosäuren kann der Körper durch Modifikation der essentiellen Aminosäuren oder Synthese herstellen. 1 250 nicht-proteinogene natürlich vorkommende Aminosäuren sind bekannt. Die Anzahl der synthetisch erzeugten und die der theoretisch möglichen Aminosäuren ist noch erheblich größer.
