Achtung: Dehnungsreiz muss wenigstens 30 Sekunden, besser 40 erfolgen, andernfalls hat er einen gegenteiligen Effekt. Muskelkater Ein Muskelkater tritt frühestens mehrere Stunden, meist erst am Tag nach einer intensiven oder ungewohnten muskulären Belastung auf und kann bis zu einer Woche andauern. Dieser verzögerte Muskelschmerz hat nichts mich den Ermüdungsschmerzen während des Trainings zu tun. Mikroskopisch gesehen handelt es sich hierbei um Mikroverletzungen, die hauptsächlich die weißen FT-Fasern betreffen: Die Z-Streifen zeigen sich verbreitert und verquollen und zum Teil gerissen, während die Myofibrillen ein ungeordnetes Muster aufweisen. Das zerreißen der Z-Streifen bewirkt zunächst einen Kraftverlust und geht erst in der Folgezeit mit einer Schmerzsymptomatik und einer örtlichen Entzündung einher. Der Muskelkater wird durch hohe mechanische Kräfte, die z.B. bei exzentrischer Muskelarbeit ( Abbremsen, Niedersprungtraining, Bergablaufen) wirksam werden. Eine schlechte intramuskuläre Koordination kann bei Untrainierten ebenfalls einen Muskelkater auslösen. Therapie Am besten ist , dass man den Muskelkater vermeidet, indem man eine kontinuierliche Belastungssteigerung anvisiert und sich ausreichend Regenerationsphasen gönnt. Gründliches Aufwärmen und Beseitigung von koordinativen Mängeln stellen die Rahmenbedingungen für eine muskelkaterfreies Training dar. Eine Behandlung eines entstandenen Muskelkaters besteht in Reduzierung der Belastungsintensität und lockerem passivem Dehnen, leichte, konzentrische Muskelarbeit kann diesen Prozess unterstützen. Entgegengesetzt dem Volksmunde sind tiefgreifende Massagen sehr nachteilig, sie verstärken die mechanischen Schäden und erhöhen damit die Schmerzsymptomatik. Eine medikamentöse Behandlung ist wirkungs- und sinnlos, der Muskelkater ist harmlos.
