Arbeitsweise der Muskeln Alle unsere Bewegungen gründen sich auf Muskeln bzw. auf das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur. Egal, ob wir nur einen Mausklick oder einen 100m-Lauf machen. Die ca. 600 Skelettmuskeln unseres Körpers machen etwa 45 Prozent unseres Körpergewichts aus. Muskeln ziehen sich auf Befehl zusammen und entspannen dann wieder. (Kontraktion der Muskulatur) Jeder Muskel beziehungsweise jede Muskelgruppe hat - "festgeschweißt" durch Sehnen - zwei oder mehrere Ansatzpunkte an den zu bewegenden Knochen. Wenn wir zum Beispiel den Unterarm anwinkeln, zieht sich unser großer Bizepsmuskel zusammen. An seinen Enden läuft er in Sehnen aus, die auf der einen Seite am Schulter-, auf der anderen Seite am Unterarmknochen ansetzen. Kontrahiert sich der Muskel, so bewegen sich diese Ansatzpunkte aufeinander zu: Das dazwischen liegende Gelenk wird gebeugt(Die Strecke, um welche sich die Muskulatur verkürzt muss durch Beugung ausgeglichen werden). Gleichzeitig muss der entgegengesetzt arbeitende Streckmuskel - der Trizeps - entspannt werden. Man bezeichnet den kontrahierenden Muskel, in diesem Fall der Bizeps, als Agonist und den sich entspannenden Muskel als Antagonist(Trizeps) Was wir von außen sehen, besteht aus einer Vielzahl von Untereinheiten. Eine Bewegung kann immer nur über ein Gelenk erfolgen, dass heißt durch anspannen des Bizeps wird die Länge der Muskulatur verkürzt wodurch eine Zugkraft auf den Sehnen entsteht, die durch Gelenke verlaufend an weiteren Knochen verbunden sind, und diese Zugkraft an sie weiterleiten wodurch eine Bewegung entsteht. Konzentrische Arbeitsweise: Haltend-verkürzend. Der Muskel verkürzt sich bei der Überwindung eines Gewichts. Exzentrische Arbeitsweise: Haltend-nachgebend. Der Muskel verlängert sich Isometrische Arbeitsweise: Statische Kontraktion des Muskel. Anspannung ohne Längenveränderung Die Muskelfasertypen Die Skelettmuskulatur unterteilt man in drei Fasertypen: Die schnellen Zuckungsfasern (FT-Fasern ) „weiß“ Typ II Die langsamen Zuckungsfasern ( St-Fasern) „rot“ Typ I Die Zwischenform- Intermediärtyp (FTO-Fasern) Die Anteile des jeweiligen Muskelfasertyps sind von Muskel zu Muskel variabel und sehr individuell. Die Verteilung lässt sich auf die Genetik des jeweiligen Organismus zurückführen: Sprintertyp/Ausdauertyp Durch Training ist es möglich die weißen Typ II Fasern in rote Typ I Fasern umzuwandeln. In die andere Richtung nicht möglich. Verantwortlich für die Charackterisierung der Fasertypen ist nicht der strukturelle Aufbau, sondern vielmehr mit wie viel Nervenimpulsen sie innerviert werden.
